Psychotherapeutische Verfahren

Hypnosetherapie

Die psychotherapeutischen Verfahren, die ich in der Praxis anwende, basieren darauf, dass Sie als Patientin / als Patient in der Lage sind über Ihre unbewußten Strukturen Kenntnisse zu erlangen um somit Ihre eigenen Ressourcen optimal zu nutzen. Es werden Selbstheilungskräfte aktiviert, die eine jede / ein jeder erwiesenermaßen besitzt. Den Zustand der Trance, den wir in der Hypnosetherapie nutzen, kennen Sie bereits. Es ist der Zustand, in dem Sie sich kurz vor dem Einschlafen und auch kurz vor dem Aufwachen natürlicherweise befinden. Es ist ein Zustand einer tiefen und angenehmen Entspannung.

Der Fokus einer sanften Art der Hypnosesitzung, wie ich sie durchführe, liegt darauf, den Lösungsprozess mit Ihnen gemeinsam zu erarbeiten. Dieser Lösungsprozess setzt an der Ursache Ihres individuellen Anliegens an und wird somit an der Basis bearbeitet, weder unterdrückt noch wird lediglich eine Symptomatik angeschaut. Sie allein bestimmen was während unserer Sitzung erarbeitet wird.

In der Hypnosetherapie  gehen wir davon aus, dass wir das universelle Wissen im Unterbewusstsein zur Verfügung haben – denn genau hier arbeiten wir gemeinsam. Ich führe während der Hypnosetherapiesitzung ein Gespräch mit Ihrem Unterbewusstsein ohne jegliche Bewertung oder Beurteilung meinerseits. Es ist mir ganz wichtig nochmals zu betonen, dass Sie allein bestimmen was wichtig für Sie ist – auch im Zustand der Trance – denn Sie sind keinesfalls bewußtlos, sondern tiefenentspannt.

Ähnlich wie bei einer Meditation fahren wir die Aktivität unseres Neocortex herunter, das heißt unsere alltäglichen Gedanken dürfen Pause machen. Wir kommen somit an Informationen heran, die wir aus dem Unterbewusstsein herausholen z. B. unter anderem altes Wissen, welches wir alle in uns tragen.

In der Quantenphysik können wir inzwischen beweisen, dass unser Bewusstsein unsere Wirklichkeit erschafft, dass heißt unser bewusster Modus schaltet Informationen zur Vernunft und unser unterbewusster Modus bringt Zugang zu Gefühlen, Empfindungen, zur Seele und zum höheren Selbst. Erwartungen sind aus unseren bewussten und unbewussten Erfahrungen abgeleitet.

In einer Hypnosesitzung verändern wir also keinesfalls Wahrnehmungen oder Erfahrungen sondern wir nutzen diese für unsere persönliche Selbstheilung. Ich arbeite mit verschiedenen Hypnosetechniken u.a. Techniken aus der klassischen Hypnose, Techniken aus der Hypnoserichtung „Museum des Ichs“, ebenso bin ich ausgebildete Sol-Hypnosetherapeutin.

Die Hypnosetherapie kann  eine unerschöpfliche Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten unterstützen.

Um nur einige Beispiele zu nennen:

Ängste, Phobien, chronische Erkrankungen, Allergien, Depressionen, Gewichtsproblematiken, Rauchentwöhnungen… u.v.m.

Eine Hypnosesitzung dauert in der Regel 3-4 Stunden. Die eigentliche Hypnose dauert etwa 60 -90 Minuten. Das Vorgespräch dauert zwischen 2 und 3 Stunden – bei Patientinnen / Patienten, die zum ersten Mal zu mir kommen. In diesem ersten Gespräch klären wir alle Fragen Ihrerseits und erarbeiten gemeinsam das Ziel Ihrer Hypnose Sitzung.

Ich möchte Sie einladen sich gerne weitere Informationen zum Thema Hypnosetherapie und Bewußtsein unter folgenden Links anzuschauen.

  1. http://www.sueddeutsche.de/wissen/hypnosetherapie-die-tiefseher-1.409375
    Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Hypnosetherapie
  2. https://www.youtube.com/watch?v=lVhFhR_lSdw
    Dr. Ulrich Warnke – wie das Bewußtsein Wirklichkeit schaltet

EMDR /EMI/ Kinesiologie

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet. Dr. Francine Shapiro (USA) entwickelte diese Psychotherapieform zur Behandlung von Traumafolgestörungen Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Mit der EMDR-Methode können Traumafolgestörungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen behandelt werden. In Deutschland wird EMDR etwa seit 1991 angewendet. 2006 hat der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt.

Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Die Forschungsergebnisse zeigen: Nach der Behandlung einer einfachen posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR fühlen sich 80 Prozent der Patientinnen und Patienten deutlich entlastet – und das bereits nach wenigen Sitzungen. Ein zentrales Element der EMDR-Behandlung ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung unter Nutzung bilateraler Stimulation: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten.

Bis heute ist man sich über das neuronale Wirkungsprinzip von EMDR nicht einig. Die meisten Hinweise tendieren zu der These, dass durch die schnellen Augenbewegungen, die wir aus dem Traumschlaf(REM) kennen, eine optimal koordinierte Zusammenarbeit der beiden Gehirn-Hemisphären initiiert wird. Nicht nur bilateral stimulierende Augenbewegungen erzeugen den intensiven Verarbeitungsprozess, auch mit taktilen bilateralen Reizen oder mit auditiven Stimulationen erzielen viele Patienten ähnlich gute Erbebnisse. In der Kinesiologie nutzen wir schon lange bilaterale Körperbewegungen.

Wir sagen nicht zufällig, dass wir starr vor Angst sind und die Augen weit aufgerissen vor Schreck erstarrt sind. Traumatische Erfahrungen, oder Konflikte die mit Stress verbunden sind lassen uns oft noch Jahre später innerlich erstarren. Oft genügt dann schon ein kleiner Auslöser, um uns innerlich einzufrieren. Dann hilft auch keine rationale Erklärung. Intellektuelle Erklärungsversuche und Beschwichtigungen versagen. EMDR interveniert therapeutisch nicht durch Analyse und Interpretation. EMDR bringt durch Stimulierung der Augenbewegungen auf direkter körperlicher Ebene einen intensiven „beidhirnigen“ Verarbeitungsprozess in Gang, bei dem die Emotionen wieder in ein fließendes Gleichgewicht gebracht werden und wir nachhatltig aus innerer Erstarrung erlöst werden.

Auch wenn manche Menschen es oft nicht glauben wollen, die Erfahrung lehrt uns immer wieder, dass wirksame Methoden oft ganz einfach sind und dennoch komplexe Wirkungen zeigen können. (Quelle: Balance 2/2003)

Wie auch bei der Hypnosetherapie und auch bei kinesiologischen Verfahren (die ich aufgrund meiner Ausbidlungen supplementär auch einsetze) arbeiten wir an unseren „unbewußten“ Anteilen.

Diese Methode eignet sich nicht nur für Spitzenleister, Sportler, Manager sondern auch für ganz „normale“ Menschen. Die tägliche Flut an Stress, Niederlagen, Enttäuschungen, kleineren und größeren Schocks betrifft uns alle im alltäglichen Leben. Es fehlt oft Zeit und Muße sich über seine Gefühle klar zu werden, diese entsprechend zu verarbeiten und in Ruhe neue Lebensstrategien zu entwickeln. Dazu kommt, dass negative Erfahrungen aus der Vergangenheit einschränkende Überzeugungen geschaffen haben, die für eine verengte oder verzerrte Sichtweise der eigenen Person sowie des individuellen Lebenskonzepts sorgen.